Kanaky zuhause – Buch- und TOLEDO-Journalpremiere

13. April 2021
Literarisches Colloquium Berlin

von und zu »Kanaky« (Hanser, 2021) von Joseph Andras
mit Claudia Hamm und Ekkehard Knörer

Programmtext

„Ich merke, was auf dem Spiel steht. Wie meine Sprache ständig Gefahr läuft, das Weltbild der Protagonisten zu verraten“, schreibt Claudia Hamm in ihrem TOLEDO-Journal zum neuesten, von ihr übersetzten Buch von Joseph Andras. »Kanaky« (Hanser, 2021) erzählt nicht nur vom Konflikt zwischen den indigenen Kanak und der französischen Kolonialmacht in Neukaledonien, sondern auch vom Spannungsverhältnis zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit, ›Fortschritt‹ und Nachhaltigkeit, Dominanz und Respekt. Für ihre Übersetzung hat Claudia Hamm sich einer hierzulande kaum bekannten Kultur und Sprache der Solidarbeziehungen angenähert. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer (Merkur) und anhand von Bildern, Filmmaterial, Experteninterviews und Klängen dokumentiert sie ihre Spurensuche. „‚Zwei Hautfarben, ein Volk‘, daran hat Alphonse geglaubt. Er wollte immer den Unterdrücker dazu bringen zu verstehen, warum er unterdrückt.“

 

Das Journal zur Übersetzung des Romans Kanaky von Joseph Andras finden Sie hier.

Personen auf dem Podium