Von Selbstmordattentätern

16. Oktober 2006
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Christoph Peters
Gesprächspartner: Christoph Reuter
Moderation: Maike Albath

Programmtext

Warum werden Menschen zu Selbstmordattentätern? Dieser Frage geht Christoph Peters in seinem neuen Roman „Ein Zimmer im Haus des Krieges“ (btb) nach: Jochen Sawatzky, ein junger Deutscher, konvertiert zum Islam, schließt sich einer Gruppe islamischer Terroristen an und versucht einen Anschlag auf den Tempel von Luxor zu verüben. Nach seiner Verhaftung soll der deutsche Botschafter Claus Cismar die Auslieferung Sawatzkys nach Deutschland erreichen. Cismar, selbst in jungen Jahren Anhänger der 68er-Bewegung und der Idee eines radikalen, notfalls gewaltsamen Kampfes gegen das System, versucht die Motive Sawatzkys zu ergründen. Peters' Roman stellt die Frage nach der Legitimität von Gewalt. Der für sein Werk bereits mehrfach ausgezeichnete Autor begegnet an diesem Abend dem Islamwissenschaftler und Journalisten Christoph Reuter, der in „Mein Leben ist eine Waffe. Selbstmordattentäter“ die Motive und Ziele, aber auch die persönlichen und historischen Dimensionen von Selbstmordattentaten analysiert hat.

Personen auf dem Podium