Europäische Erzähler: Tanguy Viel

03. Oktober 2007
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Tanguy Viel
Moderation: Hinrich Schmidt-Henkel

Programmtext

Wer das ganz große Geld machen will und dabei auch vor Straftaten nicht zurückschreckt, muss clever sein und darf zu keinem Zeitpunkt die Nerven verlieren. Das wird Sam und Lise, den Protagonisten in Tanguy Viels Roman „Unverdächtig“ spätestens in dem Moment klar, als die Mixtur aus Verrat und Intrigen, die sie Hals über Kopf eingefädelt hatten, schließlich eine für sie (und die Leser) vollkommen unerwartete Wendung nimmt. Tanguy Viel, 1973 in Brest geboren und derzeit Gast der Stiftung Genshagen, lässt in seinem vierten Roman „Insoupçonnable“ Elemente verschiedener Genres im Sinne der Nouvelle Vague ineinanderfließen. Was dabei besonders für das Buch einnimmt, ist die atmosphärische Dichte und Stimmigkeit der Szenen. Dies kommt auch in der deutschen Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel bestens zum Ausdruck, die soeben bei Wagenbach erschienen ist. Der Autor und seine deutsche Stimme lesen aus beiden Versionen und klären uns hoffentlich nicht über alle Untiefen und Überraschungen des Buches auf.

Anmerkung: Der Autor spricht französisch, das Gespräch wird vom Moderator komplett ins Deutsche gedolmetscht.

Personen auf dem Podium