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In 180 Tagen um die Welt

21. Mai 2008
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Matthias Politycki
Moderation: Maike Albath

Besprochene Bücher: In 180 Tagen um die Welt. Das Logbuch des Herrn Johann Gottlieb Fichtl

Autoren-Poetik: Erzählen ohne Grenzen. Kartographien des Romans

22. November 2005
Literarisches Colloquium Berlin

Vortrag: Ulrich Peltzer

Jackie Thomae

Jackie Thomae wurde 1972 in Halle/Saale geboren, wuchs in Leipzig auf und zog 1989 nach Berlin, wo sie bis heute lebt. Sie ist Journalistin, Fernsehautorin und Schriftstellerin. Thomaes erste Buchveröffentlichung, der Ratgeber »Eine Frau – Ein Buch« (2008), verfasst mit Heike Blümner, wurde zum Bestseller. Drei Jahre später folgte, ebenfalls mit Heike Blümner als Co-Autorin, »Letʼs face it. Das Buch für alle, die älter werden« (2011). Das Älterwerden spielt auch in Thomaes Debütroman »Momente der Klarheit« (2015) eine wichtige Rolle. »Brüder« (2019), Thomaes zweites Buch, ist ein groß angelegter Roman über die Lebenswege zweier sehr unterschiedlicher Brüder, der von der Kritik oft mit dem Gesellschaftsroman angelsächsischer Prägung verglichen wurde. Der Roman stand 2019 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde 2020 mit dem Düsseldorfer Literaturpreis ausgezeichnet.

Alia Trabucco Zerán

Alia Trabucco Zerán wurde 1983 in Santiago de Chile geboren. Sie ist Autorin und Schriftstellerin. Nach einem Jurastudium in Santiago de Chile absolvierte sie im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums ein spanischsprachiges Creative Writing-Studium an der New York University und promovierte anschließend am University College London in Lateinamerikastudien. Zerán hat sich als Juristin und Autorin u. a. mit Fragen der Menschenrechte beschäftigt und wurde 2022 mit dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet.

In ihrem Debütroman »La Resta« (2015; dt. »Die Differenz«, 2021) werden drei Kinder von ehemaligen linken Widerstandskämpfern mit der Vergangenheit der Pinochet-Diktatur konfrontiert. Felipe, dessen Eltern unter dem Regime verschwanden, sieht in Santiago de Chile überall Leichen, die er zwanghaft zählt. Auch Iquela und ihre im Berliner Exil aufgewachsene Kindheitsfreundin Paloma sind auf der Suche nach ihrem Platz in einer zerrissenen Gesellschaft. Der Roman erzählt in einer zutiefst suggestiven Sprache von der Schwierigkeit des Erinnerns und Vergessens und den Verwerfungen einer Diktatur, die bis ins Herz der Menschen reicht.

In ihrer zweiten Publikation, dem erzählenden Sachbuch »Las Homocidas« (2019; Ü: Die Mörderinnen), unterzieht Trabucco Zerán die Biografien von vier chilenischen Frauen, die zu Mörderinnen geworden sind, einer kritischen Tiefenanalyse. Dabei beleuchtet sie die gesellschaftlichen und psychologischen Hintergründe aus einer dezidiert feministischen Perspektive und kommentiert parallel, in einer Art Tagebuch, ihre Recherche.

In ihrem aktuellen Roman »Limpia« (2021; dt. »Mein Name ist Estella«, 2024, Ü: Benjamin Loy) widmet sich Trabucco Zerán der prekären Arbeitswelt zumeist weiblicher Hausangestellter: Nachdem die Tochter ihrer Arbeitgeber zu Tode gekommen ist, wird die Hausangestellte Estela vernommen. Ihre Aussage entwickelt sich zu einer schwindelerregenden und psychologisch komplexen Nahaufnahme unüberbrückbarer Klassenunterschiede. »Es ist der um Sachlichkeit bemühte, abgebrühte, fast schon emotionslose Berichtston, der diesem Buch seine Wucht gibt.« (»Neues Deutschland«)

Alia Trabucco Zerán lebt in Santiago, Chile.

Stand: Mai 2024

Edit invites Heike Geißler, Yannic Han Biao Federer und Sascha Macht

06. Mai 2022
Literarisches Colloquium Berlin

Moderation: Eva Tepest
In der Reihe STOFFE. Woraus besteht die Gegenwartsliteratur?

Besprochene Bücher: Tao, Die Woche, Spyderling

»Grenzgänger-Abend« Unterwegs in Griechenland und China

09. August 2019
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Karen Köhler. Moderation: Maria-Christina Piwowarski
Anschließend Gespräch mit dem Regisseur Ivan Marković
Moderation: James Lattimer

Besprochene Bücher: Miroloi

Preis der Leipziger Buchmesse 2018 - Kategorie Sachbuch

02. März 2018
Literarisches Colloquium Berlin

Mit den Nominierten Martin Geck, Gerd Koenen, Andreas Reckwitz und Bernd Roeck
Moderation: Andrea Gerk und Thorsten Jantschek

Besprochene Bücher: Die Gesellschaft der Singularitäten, Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum, Der Morgen der Welt, Die Farbe Rot

Gabriele Tergit: »Effingers«

01. August 2019
Literarisches Colloquium Berlin

Romane in der Rotunde
Nicole Henneberg (Herausgeberin) im Gespräch mit Thomas Geiger
Es liest: Aline Staskowiak

Besprochene Bücher: Effingers

Gesellschaft als Urteil – Im Herzen der Gewalt

16. Oktober 2017
Literarisches Colloquium Berlin

Gespräch und Lesung mit Didier Eribon und Édouard Louis
Moderation: Patricia Klobusiczky
Lesung: Mehmet Ateşçi

Besprochene Bücher: Gesellschaft als Urteil - Klassen, Identitäten, Wege, Im Herzen der Gewalt

Europäische Erzähler: Dubravka Ugrešic

24. November 2005
Literarisches Colloquium Berlin

Lesung: Dubravka Ugrešic
Moderation: Lothar Müller

Besprochene Bücher: Das Ministerium der Schmerzen

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