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Khalil Rostamkhani
Khalil Rostamkhani wurde 1953 im Iran geboren. Dort engagierte er sich früh gegen das Schah-Regime und ging 1972 ins Exil nach Großbritannien, wo er Mathematik, Physik und Persisch studierte. 1979 kehrte er in den Iran zurück und wurde zu einem bedeutenden Journalisten und Übersetzer. Khalil Rostamkhani wurde im Jahr 2000 wegen Theomachie verhaftet. Während seiner achtjährigen Haft übersetzte er u. a. Vladimir Nabokov und André Gide und verfasste zahlreiche eigenständige Texte und Gedichte. Heute lebt er in Berlin.
Hannah Arendt
09. Dezember 2025
Literarisches Colloquium Berlin
Podiumsdiskussion mit Julia Franck und Eva Geulen
In Erwartung meiner nächtlichen Verhaftung
18. Dezember 2024
Literaturhaus Stuttgart
Lesung und Gespräch
Autor: Tahir Hamut Izgil
Gesprächspartner: Maik Müller
Moderation: Katharina Borchardt
Übersetzung: Asana Izgil
Deutsche Lesung: Rudolf Guckelsberger
Besprochene Bücher: In Erwartung meiner nächtlichen Verhaftung. Uigurische Notizen
Hilde Domin
04. Oktober 2004
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Lesung: Hilde Domin
Moderation: Ulrich Ott
Besprochene Bücher: Sämtliche Gedichte, Das zweite Paradies. Roman in Segmenten, Aber die Hoffnung. Autobiographisches aus und über Deutschland
Studio LCB mit Klaus Modick
14. August 2008
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Klaus Modick
Gesprächspartner: Helmut Mörchen und Edo Reents
Moderation: Hubert Winkels
Besprochene Bücher: Die Schatten der Ideen
Studio LCB mit Pavel Kohout
04. September 1992
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Pavel Kohout
Moderation: Hajo Steinert
Gesprächspartner: Anton Hykisch, Jiri Grusa
Besprochene Bücher: Ich schneie, Wandersteine
Vor der Tür das Ende der Welt
12. Juni 2001
Literarisches Colloquium Berlin
Lesung: Tomas Venclova
Moderation: Ilma Rakusa und Bernhard Robben
Besprochene Bücher: Vor der Tür das Ende der Welt
Liao Yiwu
Liao Yiwu, geboren 1958 in der chinesischen Provinz Sichuan, wurde in den 1980er Jahren zu einem der bekanntesten jungen Dichter Chinas. Seit 1987 steht er dort auf der Schwarzen Liste. 1989 publizierte er sein am Abend vor der Niederschlagung des Volksaufstandes auf dem Platz des Himmlischen Friedens geschriebenes „Massaker“-Gedicht. Er wurde daraufhin zu vier Jahren Haft verurteilt, die er später in seinem Buch „Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen“ verarbeitete. 2011 gelang Liao Yiwu die Flucht über Vietnam nach Deutschland, wo er bis heute in Berlin im Exil lebt. Er wurde 2011 mit dem Geschwister-Scholl-Preis und 2012 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Peter B. Schumann
Peter B. Schumann, geboren 1941 in Erfurt, ist Publizist, beschäftigt sich seit mehr als vier Jahrzehnten in zahlreichen Fernseh- und Rundfunksendungen sowie in Zeitungsbeiträgen und Essays mit Lateinamerika und besonders mit seinen soziopolitischen und kulturellen Transformationsprozessen. Er hat u.a. publiziert: „Historia del cine latinoamericano“ (1987), „Jacobo Borges y la pintura venezolana“ (1987), zwei Anthologien über die neue chilenische Schriftsteller-Generation (1992) sowie über die kubanische Literatur der Insel und des Exils (1994). 2011 hat er (zusammen mit Peter W. Schulze) „Glauber Rocha e as culturas na América Latina“ veröffentlicht.
Hilde Domin
Hilde Domin (geb. Löwenstein), 1909 in Köln geboren, studierte Jura, Nationalökonomie, Soziologie und Philosophie u. a. in Heidelberg, ab 1932 in Rom und Florenz, wo sie 1935 in Politischer Wissenschaft über Staatstheorien der Renaissance promovierte. 1939 flüchtete sie nach England, 1940 in die Dominikanische Republik. Im Exil arbeitete sie als Übersetzerin und Deutschdozentin. 1954 kehrte sie nach Deutschland zurück und lebte nach mehreren Spanienaufenthalten von 1961 an bis zu ihrem Tod 2006 in Heidelberg. Hilde Domin gilt als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der Nachkriegszeit. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Rilke-Preis 1976, den Nelly-Sachs-Preis 1983, den Jakob-Wassermann-Preis der Stadt Fürth 1999 und die höchste Auszeichnung der Dominikanischen Republik für ihr Lebenswerk 2005.