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Helon Habila
Helon Habila ist ein in Nigeria geborener Schriftsteller, Herausgeber und Professor für Kreatives Schreiben an der George Mason University in Virginia, USA. Er studierte in Nigeria und Großbritannien und veröffentlichte vier vielbeachtete Romane, darunter Waiting for an Angel, Measuring Time, den internationalen Bestseller Oil on Water sowie Travellers, der Fragen von Heimat, Migration und Vertreibung in den Mittelpunkt stellt. Neben seiner Prosa ist Habila als Essayist und Herausgeber zahlreicher Anthologien tätig und setzte sich in The Chibok Girls eindringlich mit der Gewalt von Boko Haram auseinander. Seine Werke wurden international ausgezeichnet, unter anderem mit dem Caine Prize for African Writing und dem Windham-Campbell Prize for Fiction, und standen auf zahlreichen renommierten Shortlists. Habila ist Vorstandsmitglied von Africa Writers Trust, langjähriger Redakteur der Virginia Quarterly Review, war 2013 DAAD-Fellow des Berliner Künstler*programms und ist 2024 Curator in Residence des internationalen literaturfestivals berlin; er lebt und arbeitet zwischen Nigeria und den USA.
Apti Bisultanov
Apti Bisultanov (*1959 in Goitschu, Tschetschenien) studierte Philologie, arbeitete als Dozent, Lektor und Herausgeber der Kinderzeitschrift „Raduga” (Regenbogen). 1979 wurde der tschetschenische Literatur-Club „Parmat” (Prometheus) gewaltsam aufgelöst und seine Mitglieder, unter ihnen Apti Bisultanov, als „antisowjetisch” verboten. 1986 erschien Apti Bisultanovs erster Gedichtband „Noch – ze – tschö” (Pflug – Feuer – Haus). 1988 folgte der Band „Zcha Illi” (Das Lied), 1991 „Tkesan Indare” (Schatten eines Blitzes). 1999 wurde Apti Bisultanov von Präsident Aslan Maschadow zum Vizepremier für Soziales ernannt und ging 2000 mit den Partisanen in die Berge. Sein Heimatdorf Goitschu wurde durch Angriffe der russischen Artillerie vollständig zerstört. Apti Bisultanovs Gedichte wurden u. a. ins Russische, Türkische, Finnische und Deutsche übersetzt. Reisen führten ihn nach Mittelasien, Polen, Finnland, die Türkei, die USA und Deutschland, wo er 2002 am internationalen literaturfestival berlin teilnahm. Apti Bisultanov war 2003 Stipendiat der Stiftung Kulturfonds und lebt zurzeit in Berlin. Am 24./25. Mai 2003 erhielt er in Rotterdam den Award 2003 der Stiftung Poets of All Nations und des N(o)vib-Verlages. 2004 erschien eine Auswahl seiner Gedichte und das Poem „In Chaibach verfasst” im Kitab Verlag Klagenfurt.
Annemie Vanackere
Annemie Vanackere studierte Philosophie in Leuven und Paris sowie ein Jahr Theater- und Filmwissenschaft in Leuven. Sie arbeitete als Produktionsleitung u.a. für STUC und das Festival KLAPSTUK, 1993 übernahm sie die künstlerische Leitung des Nieuwpoorttheater in Ghent. Von 1995 bis 2011 war Annemie Vanackere an der Rotterdamse Schouwburg beschäftigt, seit 2001 als künstlerische Ko-Leiterin sowie als Leiterin des an die Schouwburg angegliederten Productiehuis Rotterdam. Bis 2011 war sie zudem künstlerische Leiterin von "De Internationale Keuze van de Rotterdamse Schouwburg", dem 2001 von ihr mitgegründeten jährlich stattfindenden internationalen Theater-, Tanz- und Performancefestivals in Rotterdam. Seit September 2012 ist Annemie Vanackere die Intendantin und Geschäftsführerin des HAU Hebbel am Ufer in Berlin, das sie am 1. November 2012 mit ihrem Team neu eröffnet hat.
Das HAU Hebbel am Ufer steht für aktuelle künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Theater, Tanz und Performance. Darüber hinaus sind Musik, Bildende Kunst und diskursive Formate feste Bestandteile des Programms. Internationale Koproduktionen und Projekte der Berliner und (inter-)nationalen Theater- und Tanzszene sowie Themenschwerpunkte und Festivals werden hier entwickelt und gezeigt. Das HAU ist Veranstalter des jährlich stattfindenden internationalen Festivals "Tanz im August".
Miron Hakenbeck
Miron Hakenbeck, Dramaturg, ging nach seinem Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin ans TR Warszawa (Teatr Rozmaitości), wo er an Krzysztof Warlikowskis Inszenierung von Hanoch Levins Krum mitwirkte. Zudem arbeitete er als Dramaturg mit Warlikowski bei zahlreichen seiner Operninszenierungen, so am Warschauer Teatr Wielki (Wozzeck), an der Opéra national de Paris (Iphigénie en Tauride, Die Sache Makropoulos, Parsifal und Król Roger), am Brüsseler La Monnaie (Médée) und bei der Ruhrtriennale 2017 (Pelléas et Melisande). Seit der Spielzeit 2008/09 ist er Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper, wo er u.a. mit den Regisseuren Krzysztof Warlikowski, Andreas Kriegenburg, Árpád Schilling, Stephan Kimmig und Sidi Larbi Cherkaoui arbeitete sowie Festspielprojekte von Romeo Castellucci, La Fura dels Baus und Sven Holm mitentwickelte. 2016 erarbeitete er mit Árpád Schilling Báng bán ACT, den Beitrag der ungarischen Gruppe Krétakör zu dem von der Operncompagnie NOVOFLOT initiierten Projekt Nationaloper im Berliner Radialsystem V. Ab der Spielzeit 2018/19 ist Miron Hakenbeck Dramaturg an der Staatsoper Stuttgart.
queeres lesen hören - Verbindungen über den Tod hinaus – heimliche Tode wortend durchqueeren
Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson
queeres lesen hören - Ankommen versuchen – Versuche queerer Lebensweisen und Politiken normalisieren
Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson
queeres lesen hören - Von den Grenzen des Ausdrucks – Wortungen an Grenzen und darüber hinaus
Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson
Tristan Marquardt
Tristan Marquardt, geboren 1987 in Göttingen, ist Lyriker und Literaturvermittler. Er lebt in München und Zürich. Sein Debüt „das amortisiert sich nicht“ erschien 2013 bei kookbooks, ebenso der Band „scrollen in tiefsee“ (2018). Er ist Mitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13. Seit 2012 kuratiert er die Lesereihe meine drei lyrischen ichs in München. Marquardt ist Mitinitiator des Großen Tags der jungen Münchner Literatur und der Initiative Unabhängige Lesereihen. Er ist als Übersetzer aus dem Mittelhochdeutschen tätig. Zusammen mit Jan Wagner ist er Herausgeber der bei Hanser erschienenen zweisprachigen Minnesang-Anthologie Unmögliche Liebe (Die Kunst des Minnesangs in neuen Übertragungen, 2017).
Sasha Marianna Salzmann
Sasha Marianna Salzmann ist Theaterautor:in, Essayist:in und Dramaturg:in. Salzmanns Theaterstücke, die international aufgeführt werden, wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kunstpreis Berlin 2020 und dem Kleist-Preis 2024. Außer sich, Salzmanns Debütroman, wurde 2017 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Er ist in sechzehn Sprachen übersetzt. Für den zweiten Roman, Im Menschen muss alles herrlich sein, ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert, erhielt Salzmann den Preis der Literaturhäuser 2022 und den Hermann-Hesse-Preis 2022.
Kerstin Preiwuß
Kerstin Preiwuß, geboren 1980 in Lübz (Mecklenburg), lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. 2006 debütierte sie mit dem Gedichtband »Nachricht von neuen Sternen«. 2008 erhielt sie das Hermann-Lenz-Stipendium. 2012 erschien ihr zweiter Gedichtband »Rede«, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrikempfehlungen des Jahres aufgenommen wurde. Zuletzt erhielt sie den Mondseer Lyrikpreis und im September 2018 den Eichendorff-Literaturpreis. Im Berlin Verlag erschienen ihr vielbeachtetes Romandebüt »Restwärme« (2014), der Lyrikband »Gespür für Licht« (2016) sowie ihren zweiter Roman »Nach Onkalo« (2017), der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Kerstin Preiwuß ist Mitglied des P.E.N..