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Lothar Baier
Lothar Baier wurde 1942 in Karlsruhe geboren und war freier Autor. Er arbeitete für die taz, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die Zeit, den Merkur, den Berliner Freitag, den Deutschlandfunk und die Zürcher Wochenzeitung und galt als einer der größten Kenner der französischsprachigen Welt. 1982 wurde er als erster mit dem Jean-Améry-Preis ausgezeichnet, 2003 mit dem Gerrit-Engelke-Preis. Am 11. Juli 2004 nahm Baier sich in Montreal das Leben.
Erhard Schütz
Erhard Schütz, geboren 1946, ist ein deutscher Literaturwissenschaftler. Er studierte von 1967 bis 1972 Germanistik, Politikwissenschaften und Philosophie an den Universitäten Gießen und Würzburg, wurde 1975 promoviert und erlangte 1978 die Habilitation. Nach einigen Stationen an deutschen Universitäten wurde er 1996 an die Humboldt-Universität Berlin berufen, wo er seither Professor für Neuere Deutsche Literatur ist. Schütz schreibt als Literaturkritiker für die Zeitungen "Der Freitag", der "Tagesspiegel" und die Zeitschrift "das Magazin".
Ginka Steinwachs
Ginka Steinwachs, 1942 in Göttingen geboren, ist eine deutsche Schriftstellerin und Performancekünstlerin. 1988 und 1989 war sie Gastprofessorin für Poetik an der Universität Hamburg, 1993 und 1994 folgten Dozenturen an der Wiener Schule für Dichtung. Seit 1974 lebt sie als freie Schriftstellerin, seit 1982 als Performancekünstlerin in Berlin, Wien und auf Mallorca. Sie erhielt neben anderen Auszeichnungen 1976 den Literaturpreis der Stadt Erlangen und 1995 den Hubert-Fichte-Preis.
Klaus Wagenbach
Klaus Wagenbach, geboren 1930, absolvierte zunächst eine Buchhandelslehre bei Suhrkamp, studierte ab 1951 Germanistik, Archäologie und Kunstgeschichte und schloss das Studium mit einer Promotion über Kafka ab. Wagenbach arbeitete als Lektor, u.a. bei S. Fischer, und gründete im Jahr 1964 seinen eigenen Verlag in West-Berlin, mit dem er sich u.a. als Verleger der Außerparlamentarischen Opposition (APO) und der sogenannten radikalen Linken, aber auch durch ein engagiertes Italien-Programm einen Namen machte. Seit 2002 leitet seine Frau Susanne Schüßler den Verlag, in dem er weiterhin als Lektor tätig ist.
Angela Krauß
Angela Krauß wurde 1950 in Chemnitz geboren. Nachdem sie an der Fachhochschule für Werbung und Gestaltung in Berlin studierte, besuchte sie von 1976 bis 1979 das Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in Leipzig. An den Universitäten Paderborn und Frankfurt a. M. hatte sie in den Jahren 2000 und 2004 die Poetik-Professur inne. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, seit 1981 lebt sie als freie Schriftstellerin in Leipzig.
Dominik Geppert
Dominik Geppert, geboren 1970 in Freiburg im Breisgau, studierte Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaften in Freiburg und Berlin. 2000 promovierte er mit einer Arbeit über Margaret Thatcher und war anschließend bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut London. 2003 erschien „Maggie Thatchers Rosskur. Ein Rezept für Deutschland?“. Seit 2010 ist er Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bonn.
Jens Sparschuh
Jens Sparschuh, geboren 1955 in Karl-Marx-Stadt, studierte von 1973-78 Philosophie und Logik in Leningrad. 1983 wurde er in Berlin promoviert und arbeitet seither dort als freier Schriftsteller. Zu Zeiten der DDR war er engagierter Bürgerrechtler, was sich auch in seinen Romanen und Hörspielen zeigt: Sie kreisen vor allem um das Problem der persönlichen Freiheit. Sparschuh erhielt das Anna-Seghers-Stipendium der Akademie der Künste, den Ernst-Reuter-Hörspielpreis und 1989 den Hörspielpreis der Kriegsblinden, durch den auch das westdeutsche Feuilleton auf den Autor aufmerksam wurde.
Ulf Erdmann Ziegler
Ulf Erdmann Ziegler wurde 1959 in Neumünster geboren. Nach seinem Studium in Dortmund und Berlin und seiner Tätigkeit als Kunstredakteur bei der „taz“ ist er freier Kritiker, Essayist, Kurator und Schriftsteller. Sein erster Roman "Hamburger Hochbahn" (2007) war auf der Shortlist für den Aspekte Preis, 2008 gewann Ulf Erdmann Ziegler den Friedrich-Hebbel-Preis, 2011 erhielt er ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds.
queeres lesen hören - Geschichte eines Aufbruchs
Ergebnis zu diesem Suchbegriff im Hörraum „queeres lesen hören“; ein audiovisueller Parcours von Lann Hornscheidt und Kristof Magnusson
Helon Habila
Helon Habila ist ein in Nigeria geborener Schriftsteller, Herausgeber und Professor für Kreatives Schreiben an der George Mason University in Virginia, USA. Er studierte in Nigeria und Großbritannien und veröffentlichte vier vielbeachtete Romane, darunter Waiting for an Angel, Measuring Time, den internationalen Bestseller Oil on Water sowie Travellers, der Fragen von Heimat, Migration und Vertreibung in den Mittelpunkt stellt. Neben seiner Prosa ist Habila als Essayist und Herausgeber zahlreicher Anthologien tätig und setzte sich in The Chibok Girls eindringlich mit der Gewalt von Boko Haram auseinander. Seine Werke wurden international ausgezeichnet, unter anderem mit dem Caine Prize for African Writing und dem Windham-Campbell Prize for Fiction, und standen auf zahlreichen renommierten Shortlists. Habila ist Vorstandsmitglied von Africa Writers Trust, langjähriger Redakteur der Virginia Quarterly Review, war 2013 DAAD-Fellow des Berliner Künstler*programms und ist 2024 Curator in Residence des internationalen literaturfestivals berlin; er lebt und arbeitet zwischen Nigeria und den USA.