Studio LCB: »geschmacksverstärker«

26. Oktober 2020
Literarisches Colloquium Berlin

Zur neuen Thomas Kling-Werkausgabe
Gesprächspartner: Marcel Beyer, Tobias Lehmkuhl und Marion Poschmann
Moderation: Katharina Teutsch

Programmtext

Als Thomas Kling 2005 im Alter von 47 Jahren starb, hatte er mit einer Reihe von Gedichtbänden – von »geschmacksverstärker« (edition suhrkamp, 1986) über »morsch« (Suhrkamp, 1996) bis »Auswertung der Flugdaten« (DuMont, 2005) – einen neuen Sound in die deutsche Lyrik gebracht. Sein Interesse an historischen, prähistorischen und sprachhistorischen Themen und Gegenständen inspiriert die nachfolgenden Dichtergenerationen bis heute. „ich hab quick/ das silber/ geputzt, sprachsilber,/ schwer zur hand“, beginnt, einem Selbstporträt gleich, das nachgelassene Gedicht »platte«, das nun in der von seinem Kollegen Marcel Beyer gemeinsam mit Gabriele Wix, Frieder von Ammon und Peer Trilcke herausgegebenen vierbändigen Werkausgabe enthalten ist. Das bekannte, zu Lebzeiten erschienene Kling’sche Textkorpus an Gedichten und Essays wird darin um 850 Seiten erweitert – eine archivalische und editorische Meisterleistung. Inwieweit diese Ausgabe den Blick auf Kling und sein Werk verändert, darüber spricht Katharina Teutsch mit dem Herausgeber Marcel Beyer, mit der Dichterin Marion Poschmann und dem Kritiker und Kling-Freund Tobias Lehmkuhl.

Weiterführende Informationen

Aus rechtlichen Gründen können die gespielten O-Töne von Thomas Kling (die Gedichte „Ratinger Hof. Zb 1“ und „Obst Und Gemüse-Marterl“) an dieser Stelle nicht veröffentlicht werden und wurden aus der Aufnahme herausgeschnitten. Nachhörbar sind diese in der Sammlung "Thomas Kling: Die gebrannte Performance" (Lilienfeld Verlag).

Personen auf dem Podium